Die Korallenbleiche hat Auswirkungen auf Korallenriffe auf der ganzen Welt.

Die Herausforderung
Eine Koralle vor den Hawaii-Inseln ist ausgebleicht. Bildnachweis: Greg Asner

Bis zum Jahr 2050 werden voraussichtlich 90 % der weltweiten Korallenriffe jährlich von Korallenbleiche betroffen sein.

Die steigenden Temperaturen auf unserem Planeten, verbunden mit direkten Bedrohungen wie Wasserverschmutzung und Überfischung, setzen die Korallenriffe unter Stress. Unter Stress stoßen Steinkorallen ihre symbiotischen Zooxanthellen aus – winzige Algen, die im Gewebe der Korallen leben, Photosynthese betreiben und so die Korallen mit Nahrung versorgen. Ohne diese farbigen Zooxanthellen wird das weiße Skelett der Korallenkolonie durch die durchsichtigen Korallentiere hindurch sichtbar. Bleiben die Korallen zu lange in diesem „gebleichten Zustand“, sterben sie ab. 

Im Laufe der Zeit treten Bleicheereignisse immer häufiger und in immer schwerwiegenderer Form auf – was sich auf die Gesundheit der Riffe weltweit auswirkt. Viele Kommunalverwaltungen sind nicht in der Lage, Bleicheereignisse schnell genug zu erkennen, und sind nicht darauf vorbereitet, darauf zu reagieren.

Unsere Lösung

Wir bauen ein globales Netzwerk zur Reaktion auf Korallenbleiche auf, um aus dem Weltraum erkannte Bleicheereignisse vor Ort zu überprüfen.

Der Allen Coral Atlas (Atlas) nutzt fortschrittliche Algorithmen und hochauflösende Satellitenbilder, um wertvolle Informationen über Korallenriffe und Bleicheereignisse in Echtzeit zu erfassen. Durch die Zusammenarbeit mit Teams aus Wissenschaftlern und EcoDivers aus aller Welt unterstützen wir den Atlas nicht nur dabei, diese Informationen zu überprüfen und den Datenerfassungsprozess zu verbessern, sondern tragen auch dazu bei, Programme zur frühzeitigen Erkennung von Korallenbleiche weltweit zu stärken. 

Die Einbindung dieser wertvollen Informationen in den größeren Atlas-Datensatz wird uns helfen, besser zu verstehen, warum manche Korallenriffe anfälliger für steigende Temperaturen sind, und gleichzeitig Regierungen, Entscheidungsträgern und anderen Akteuren Aufschluss darüber geben, wie diese am besten geschützt werden können. Das Tool könnte zudem als Vorbild für künftige Datensätze dienen und Wissenschaftlern möglicherweise dabei helfen, andere Bedrohungen für die Meere zu erkennen und zu überwachen. 

Die Korallenbleiche ist ein globales Problem, dessen Bewältigung einen kooperativen Ansatz erfordert. Gemeinsam mit dem Atlas stellen wir Regierungen und Naturschützern die Instrumente und Ressourcen zur Verfügung, die sie benötigen, um auf Bleicheereignisse zu reagieren, lokale Stressfaktoren zu reduzieren, die Auswirkungen des Klimawandels aufzuzeigen und letztendlich auf bessere politische Maßnahmen zur Rettung der Korallenriffe hinzuwirken.

Das neue Instrument zur Überwachung der Korallenbleiche wird für Korallenriffschützer und Wissenschaftler von unschätzbarem Wert sein. Bildnachweis: Allen Coral Atlas

Unterstützen Sie CORAL

Ohne Ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit gegen die Korallenbleiche nicht möglich. Spenden Sie noch heute, um zum Überleben der Korallenriffe beizutragen.