Foto: Antonio Busiello

Ein Unterwasserparadies

Das Mesoamerikanische Riff in der westlichen Karibik ist das größte Barriereriff der westlichen Hemisphäre und beherbergt einige der letzten gesunden Populationen von Hirschhorn- und Elchhornkorallen. Seine malerischen Strände und Tauchplätze ziehen Besucher aus aller Welt an. Doch es ist erheblichen Bedrohungen ausgesetzt, darunter dem Klimawandel, Verschmutzung vom Land aus und nicht nachhaltiger Fischerei.

Wir verfügen über fast 25 Jahre Erfahrung in der westlichen Karibik, wobei unser Schwerpunkt auf dem Aufbau widerstandsfähiger Gemeinschaften und der Bekämpfung direkter Bedrohungen für Korallenriffe liegt. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Arbeit in der westlichen Karibik – bei der wir modernste Wissenschaft mit dem Engagement und der Mobilisierung der lokalen Bevölkerung verbinden – als übertragbares Modell für den Schutz von Korallenriffen weltweit dienen kann.

Rettung der Korallenriffe der westlichen Karibik

Unsere Arbeit in der westlichen Karibik umfasst vier Schwerpunktgebiete in Honduras (Roatán, Utila, Trujillo und die Bucht von Tela) sowie eines in Mexiko (Cozumel). Durch die Arbeit auf regionaler Ebene lassen sich die Ergebnisse lokaler Naturschutzbemühungen noch verstärken.

Küste von Honduras

Im Mittelpunkt unserer Arbeit in Honduras steht die Schließung einer erheblichen Lücke bei der Sicherstellung dessen, was Korallenriffe zum Überleben benötigen – sauberes Wasser.

Unsere Initiative „Clean Water for Reefs“ in Honduras hat zu messbaren Verbesserungen der Wasserqualität an den Küsten geführt und die Weichen für die Bekämpfung der Abwasserbelastung im gesamten MAR gestellt. Dank unserer Bemühungen gemeinsam mit Partnern in West End, Roatán, werden nun jährlich über 28,6 Millionen Gallonen Abwasser geklärt, was seit 2013 zu einem deutlichen Rückgang der Enterokokken-Bakterien geführt hat. Der nahegelegene Strand von Half Moon Bay ist aufgrund seines sauberen Wassers nun als „Blaue Flagge“-Strand zertifiziert. Derzeit arbeiten wir mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank und der Zentralamerikanischen Bank für wirtschaftliche Integration zusammen, um die Abwasseraufbereitungsinfrastruktur in allen Küstengemeinden Honduras’ zu modernisieren und zu verbessern.

Bildnachweis: Antonio Busiello
Bildnachweis: Antonio Busiello

Wir haben verbesserte Managementsysteme für zahlreiche Meeresschutzgebiete (MPAs) in Roatán, Utila, Trujillo, Guanaja und in der Bucht von Tela eingeführt.

Wir stellen sicher, dass die Bewirtschaftungspläne Maßnahmen zur Verringerung des Fischereidrucks vorsehen, insbesondere für pflanzenfressende Fische, die das Wachstum von Makroalgen regulieren und für gesunde Korallen sorgen. Zudem gehen wir die zugrunde liegenden sozialen und wirtschaftlichen Ursachen der Überfischung an und schaffen durch die Förderung von Projekten zur Einkommensdiversifizierung Win-Win-Situationen für die Gemeinden und die Umwelt. Wir verfolgen einen gemeindezentrierten Ansatz, um sicherzustellen, dass lokale Akteure in der Lage sind, ihre eigenen Ressourcen zu verwalten. So haben wir beispielsweise kürzlich gemeinsam mit unseren Partnern ein informelles System zur gemeinsamen Bewirtschaftung der Fischerei in der Tela-Bucht eingerichtet, was zu einer Erholung der Bestände an Streifen-Schnappern und Blauen Läufern geführt hat.

Ein inspirierendes Vorbild

Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass wir – wenn wir die menschlichen Eingriffe in Korallenriffe an strategisch wichtigen Orten reduzieren – die notwendigen Voraussetzungen schaffen können, damit sich Korallenriffe auf natürliche Weise weiterentwickeln und den Klimawandel überstehen können. Die westliche Karibik ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie dieser Naturschutzansatz in der Praxis aussieht: Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden wird ein Netzwerk gesunder Korallenriffe aufgebaut, das sich an globale Veränderungen anpassen kann.

Mitarbeiter des Programms „Westliche Karibik“
Geschichten aus der westlichen Karibik

Sehen Sie sich unsere wichtigsten Standorte in der westlichen Karibik an: